
Zahlen & Fakten
Unsere Wahrnehmung wird zu ca. 80% durch das Sehen beeinflusst.
Fast alle Menschen fühlen sich in der Dunkelheit unwohl und hilflos.
Nicht richtig sehen zu können, bedeutet meistens
- eine schlechtere Orientierung
- Kleingedrucktes oder Kontrastarmes nicht richtig entziffern zu können
- Treppenstufen, Hindernisse, Verkehrswege, etc. unsicherer zu "bewältigen"
- weiter Entferntes garnicht oder nur undeutlich wahrzunehmen
- ständig voll konzentriert zu sein
- auf die Hilfe anderer angewiesen sein
- tägliche Konfrontation mit Unverständnis, Rücksichtslosigkeit und Ignoranz
Für ca. 160.000 Blinde und ca. 500.000 Sehbehinderte (Sehrest unter 30%)
in Deutschland ist dieser Zustand allgegenwärtig.
Die Zahl der Menschen mit Sehbeeinträchtigung (Sehrest über 30 %) ist um ein
vielfaches höher einzustufen und wächst,
z. Bsp. durch die steigende Lebenserwartung, stetig an:
So zeigen sich bei ca. 20 % aller 65- bis 74-Jährigen und
bei ca. 35 % der 75- bis 84-Jährigen Frühformen
der Erkrankung AMD (Altersbedingte Makuladegeneration).
Mit ca. 30 % ist die diabetische Retinopathie in Europa und Nordamerika
die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter.
Durch eine "Fehlsichtigkeit" wie Kurz,- Weit,- oder Altersichtigkeit
benötigen ca. 5 Mio. Menschen in Deutschland eine Brille oder Kontaktlinsen.
Die Deutsche Ophtalmologische Gesellschaft (DOG) prognostizierte 2007
eine starke Zunahme der Augenerkrankungen in Deutschland.
So würden im Jahr 2030 etwa 50% mehr Patienten als bisher durch Augenärzte
behandelt werden müssen.
Durch altersbedingte Augenerkrankungen würden in ca. zwanzig Jahren
demnach fast 1 Mio. Menschen an einem Glaukom (Grüner Star) leiden,
jeder dritte Mitbürger könnte durch sogenannte Makuladegeneration
in der Sehkraft beeinträchtigt sein.
So vielfältig wie die verschiedenen Augenerkrankungen sind auch die Probleme,
die Betroffene in Beruf, Freizeit und Privatleben zu bewältigen haben.
Sehbeeinträchtigt zu sein, bedeutet für viele Betroffene auch gesellschaftliche
und berufliche Ausgrenzung:
Ca. 75% aller Sehbehinderten oder Blinden stehen in keinem oder
keinem festen Arbeitsverhältnis.
Viele Hobbys und Freizeitangebote können nicht mehr aktiv ausgeführt werden.
Das Verständnis für die "eingeschränkte" Lebensweise und die psychische Belastung
denen die Betroffenen ausgesetzt sind, hält sich in unserer Gesellschaft,
aber auch bei Kollegen, Freunden, Nachbarn und sogar in der eigenen Familie oft in Grenzen.
Somit ziehen sich viele Sehbeeinträchtigte aus gemeinschaftlichen Aktivitäten zurück,
leben isoliert und vereinsamen.
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